„Ach, wie ein Engel Gottes kam er daher, leuchtend in seinem glänzenden Gewande, strahlend in der feurigen Glut des Purpurs und geschmückt mit kostbarem Edelgestein."
So wurde der römische Kaiser Konstantin I. (um 275 – 337 n. Chr.) von seinem Zeitgenossen Bischof Eusebius gepriesen. Ihm verdankt Konstantin auch seinen Beinamen „der Große“ – ein Ehrentitel, den kein anderer römischer Herrscher vor ihm trug.
Unzweifelhaft war Konstantin ein Machtmensch. Zielstrebig erlangte er die Alleinherrschaft über das riesige Römische Reich. Er ließ zunächst Trier, später dann Konstantinopel zu seinen prachtvollen Residenzen ausbauen. Ausdruck fand diese politische Größe auch in der Kunst. Seine 12 Meter hohe Kolossalfigur schmückte eine Basilika in Rom, deren Bau unter Konstantins Kontrahenten begonnen worden war und auch dessen Namen trug – Maxentiusbasilika.
Zugleich stellte Konstantin die Weichen für Veränderungen, die Europa bis heute prägen, war er doch der Wegbereiter der Christianisierung des Imperium Romanum. Zwar verstand er sich selbst als Personifizierung des römischen Gottes Sol Invictus und ließ sich erst auf dem Sterbebett taufen. Doch unter seiner Regentschaft endeten die Christenverfolgungen, er ließ seine Söhne christlich erziehen und leitete höchstpersönlich das christliche Konzil von Nizäa. Nicht zuletzt war es Konstantin, der im Jahr 321 den Sonntag zum geschützten Ruhetag ernannte.

Dame mit Schmuckkasten, Konstantinische Deckenmalerei aus einem Haus unter dem Trierer Dom (Ausschnitt)
© Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, Trier |
Als Höhepunkt der Veranstaltungen zur Europäischen Kulturhauptstadt 2007 „Luxemburg und Großregion“ wird die bedeutende Ausstellung bis November in drei Trierer Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten gezeigt. Die
Audioführung von tonwelt steht den Besuchern in Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch zur Verfügung. Zusätzlich im Angebot ist eine Kinderführung. Durch fundierte Darlegungen zu zahlreichen kostbaren Exponaten werden dem Besucher Einblicke in die Zeit Konstantins gewährt, die den Übergang von den alten Kulten hin zum Christentum markiert.
Mit über 1000 personalguides und 550 Gruppenführungssystemen im Einsatz bietet
tonwelt einen umfangreichen Service für die zahlreichen internationalen Besucher. Knapp 40 Mitarbeiter von tonwelt sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Wir freuen uns auf Sie!
Konstantin der Große – Ausstellung Trier 2007
www.konstantin-ausstellung.de